Malta mit Kindern: Sehenswürdigkeiten, Ausflüge und Attraktionen für Familien
Plant ihr einen Familienurlaub auf Malta mit Babys, Kleinkindern oder Kindern im Vorschulalter? In diesem Artikel findet ihr bewährte Tipps zu Sandstränden, Ausflügen und praktischen Ratschlägen direkt von einer Mama, die auf Malta lebt. Leider gibt es auf Malta nur wenige Sandstrände mit wirklich flachem, kinderfreundlichem Einstieg ins Meer. Ich war mehrere Jahre auf Malta mit Kinderwagen unterwegs und weiß, dass die Insel definitiv nicht barrierefrei ist.
Trotzdem heißt das nicht, dass Familien mit kleinen Kindern ihren Urlaub auf Malta nicht genießen können – im Gegenteil: Mit einem guten Plan kann es sehr angenehm und entspannt werden. Die Menschen auf Malta sind generell sehr kinderfreundlich, und kleine Kinder werden hier oft besonders herzlich aufgenommen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, was die Kleinsten brauchen und wie man das Programm so plant, dass Eltern und Kinder die Insel gleichermaßen genießen. In diesem Artikel findet ihr erprobte Tipps zu kinderfreundlichen Stränden, Ausflügen und praktischen Hinweisen. Mein Ziel ist, dass ihr euren Familienurlaub auf Malta in vollen Zügen genießen könnt – mit einem Lächeln und ohne unnötige Überraschungen.
Sandstrände auf Malta mit Kindern (flacher Einstieg & sicher)
Malta bietet überraschend viele Aktivitäten, die auch für die Kleinsten geeignet sind. Unten findet ihr eine Auswahl an Sandstränden und Attraktionen, die ich als Einheimische wirklich empfehlen kann. Zu jedem Ort erkläre ich auch, warum er für kleine Kinder gut passt.
An größeren Stränden (Mellieħa, Pretty Bay) kann man Sonnenschirme und Liegen mieten. In kleineren Buchten empfehle ich eher ein kleines UV-Schutz-Zelt für Kinder als ein klassisches Strandzelt – solche Zelte sind an manchen Stränden inzwischen nicht mehr erlaubt, weil sie den Rettungsschwimmern und anderen Strandbesuchern die Sicht aufs Meer versperren. Ich habe schon mehrmals gesehen, dass die Polizei die Besitzer aufgefordert hat, das Zelt abzubauen.
Öffentliche Toiletten sind keine Selbstverständlichkeit – oft findet man sie nur in der nahegelegenen Bar oder am Kiosk, oder in der Saison stehen mobile Toiletten zur Verfügung.
In der Hauptsaison (ungefähr von Juni bis September) sind an den größeren Stränden Rettungsschwimmer im Einsatz – ihr erkennt sie an einem gelben T-Shirt mit roter Aufschrift und roten Shorts. Ihre Stationen sind meist mit einer gelben und einer roten Flagge gekennzeichnet, was bedeutet, dass das Baden sicher ist.

Mellieħa Bay (Għadira): größter Sandstrand mit flachem Einstieg
Der größte Sandstrand auf Malta, die Mellieħa Bay (Għadira), ist wie gemacht für Familien mit kleinen Kindern. Es ist eine breite Bucht mit feinem, hellem Sand und einem sehr flachen Einstieg ins Meer. Das Wasser am Ufer ist seicht und ruhig, sodass Kleinkinder und kleine Kinder sicher planschen und Sandburgen bauen können. In der Hauptsaison sind hier außerdem Rettungsschwimmer im Einsatz, und es gibt öffentliche Toiletten sowie Duschen. In der Nähe des Strandes findet ihr auch Stände mit Snacks, Eis sowie einen Verleih für Liegen und Sonnenschirme. Die Mellieħa Bay (Għadira) gehört zu den beliebtesten Familienstränden der Insel – und das zu Recht. Durch die Größe und die flache Lagune bietet sie sichere Wasserfreude auch für die Allerkleinsten.
Der Nachteil dieses Strandes ist, dass er im Sommer sehr voll ist – oft steht man sprichwörtlich dicht an dicht. Wenn wir weiter weg vom Wasser waren, hatte ich manchmal Sorge, dass mir die Kinder in alle Richtungen davonlaufen und ich sie zwischen den Menschen aus den Augen verliere. Ich persönlich mag eher kleinere Strände – aber das ist eine Frage der Vorliebe.
Pretty Bay, Birżebbuġa – kleiner Stadtstrand mit Hafenblick
Pretty Bay ist ein hübscher Sandstrand im südmaltesischen Ort Birżebbuġa. Dieser Strand ist bei Familien mit Kindern beliebt – wegen des Sands und des meist ruhigen Meeres. Im Vergleich zur bekannteren Mellieħa Bay (Għadira) ist er weniger bei Touristen gefragt, weil man von hier auf den nahegelegenen Frachthafen bei Marsaxlokk blickt. Wenn ihr jedoch Technik mögt, kann es spannend sein zu beobachten, wie große Schiffe mit Containern beladen werden – wie ein riesiges LEGO.
Pretty Bay hat etwas gröberen Sand, und der Einstieg ins Meer ist flach, vor allem im linken Teil des Strandes, wo sich eine kleine, vor Wellen geschützte Bucht befindet. Auch die Allerkleinsten können hier sicher in seichtem, ruhigem Wasser plantschen. Am Strand gibt es Duschen zum Abspülen des Salzwassers sowie die Möglichkeit, Liegen und Sonnenschirme für den ganzen Tag zu mieten. In der Umgebung fehlen weder Snackstände noch Restaurants. Direkt an der Promenade rund um den Strand gibt es einen recht großen Spielplatz und gleich am Strand auch ein Volleyballfeld. Auch hier sind im Sommer Rettungsschwimmer im Einsatz. Eine kleine Herausforderung ist das Parken in der Saison – aber nach ein paar Runden im Kreis haben wir am Ende eigentlich immer einen Platz gefunden.
St. Thomas Bay, Marsaskala – ruhige Bucht mit zwei kleinen Strandabschnitten
Hier gibt es zwei kleine Strandabschnitte. Einer liegt direkt neben der Bar Sensi Lido. Der Strand ist klein, für mich ideal – man behält kleine Kinder besser im Blick. Weiter geht es über glatte Felsen, die eher Erwachsene, Senioren oder ältere Jugendliche bevorzugen. Ins Meer kommt man über eine Leiter, oder man kann am anderen Ende – gegenüber vom Sand – von einem Felsen springen. Man erkennt schnell, wo sich die Leute zum Springen sammeln. Auch hier gibt es einen Rettungsschwimmer, aber leider hat er wegen der Form des Strandes nicht immer den kompletten Überblick, auch wenn er oft umhergeht; bei Bedarf kann man ihn ansprechen. In der Nähe des Sandabschnitts ist die erwähnte Strandbar Sensi Lido, wo ihr die Toiletten nutzen könnt.
Der zweite Strand liegt ein Stück weiter hinter der Zion Bar in Richtung der Munxar-Felsen. Auch dieser Strand ist klein, sodass ihr gut sehen könnt, wo eure Kinder sind. Allerdings gibt es hier keinen Rettungsschwimmer und auch keinen Snackstand – höchstens manchmal einen Eiswagen. Toiletten gibt es nicht, höchstens könnt ihr zur nahegelegenen Zion Bar gehen.
Natürlich gibt es auf Malta noch mehr Sandstrände, aber nicht alle habe ich persönlich getestet oder ich war nur ein paarmal dort. Ihr könnt definitiv weitere Strände ausprobieren, zum Beispiel Balluta Bay Beach, St. Julian’s (manchmal wirkt er sauber, manchmal gibt es hier viele angeschwemmte Sachen aus dem Meer), außerdem der schöne Strand Golden Bay (offiziell Ir-Ramla tal-Mixquqa) ist nur über eine lange Treppe vom Kliff hinunter erreichbar – einen Kinderwagen nach einem ganzen Strandtag wieder hoch zum Parkplatz zu tragen, ist nicht für jeden ideal, aber es geht. Ramla Beach auf Gozo (wunderschön, aber der Meeresboden ist steinig und es geht schnell in die Tiefe), Armier Bay, Little Armier und White Tower Bay nahe Mellieħa (ich war dort noch nie, aber die Strände sollen schön und ideal für Kinder sein), St. George’s Bay in Paceville (Paceville ist ein Party-Viertel, viele junge Leute trinken und rauchen dort, sodass man im Sand viele Zigaretten oder Spuren der Party vom Vorabend findet), aber vielleicht gefällt euch der Ort. Ein sehr schöner Strand für Kinder ist Għar Aħmar Bay, der Einstieg ist flach; der Nachteil ist der Blick auf das Kraftwerk Delimara und dass ihr entweder mit dem Auto oder mit dem Bus hinfahren müsst.
Wenn ihr euch fragt, wie man sich auf der Insel mit Kinderwagen bewegt, wo man wohnen sollte oder was man bei Hitze machen kann, schaut euch die weiterführenden Artikel unten an:
- Wo man auf Malta mit Kindern am besten übernachtet: 10 passende Gegenden je nach Alter + bewährte Hotels
- Öffentliche Verkehrsmittel auf Malta: Busse, Ticketpreise, Fähren und was Hop-on-Hop-off-Busse sind
- Autofahren auf Malta: Regeln, Parken, Mietwagen & praktische Tipps
- Auto mieten auf Malta: wie man einen seriösen Anbieter wählt, Tipps zu Versicherung, Kautionen
- Malta mit Kinderwagen: die Realität der Gehwege, die euch kaum jemand vorher sagt
- Taxi auf Malta: Preise, Apps und wie es mit Kindersitzen für kleine Kinder ist
- Wie Apotheken auf Malta funktionieren und warum ihr Brufen für ein kleines Kind nicht ohne Rezept bekommt
- Blue Lagoon auf Comino: Lohnt sich der Ausflug wirklich?
Ausflüge und Attraktionen auf Malta mit Kindern

Popeye Village: Freizeitpark und Filmkulisse für Kinder
Popeye Village ist ein malerisches Dorf, das ursprünglich 1980 als Filmkulisse für das Musical Popeye gebaut wurde, in dem Robin Williams mitspielte. Heute ist das Dorf zu einem Freizeitpark für Familien umgestaltet. Es liegt in der Anchor Bay nahe Mellieħa, sodass man den Besuch gut mit einem Strandtag verbinden kann. Kinder lieben das bunte Dorf voller Holzhäuser – sie können frei zwischen den Kulissen herumlaufen, Fotos mit Popeye und Olive Oyl machen oder kleine Shows und Animationsprogramme genießen.
In den Sommermonaten bietet das Gelände auch die Möglichkeit, in der Anchor Bay zu baden. Es gibt außerdem ein Café mit Blick auf die ganze Bucht. Das Areal ist kompakt und geschlossen, allerdings solltet ihr bedenken, dass das Gelände uneben ist – ein Kinderwagen ist möglich, aber stellenweise gibt es Holzstege und Treppen. Insgesamt ist Popeye Village ein zauberhafter Ort, an dem Kleine wie Große Spaß haben und von dem ihr wunderschöne Familienfotos mitnehmt. Animationsprogramme und das thematische Design des Dorfes wechseln je nach Jahreszeit – das Weihnachtsthema ist zum Beispiel wirklich ein tolles Erlebnis: schöne Dekorationen und passende Programme für Kinder. Wenn ihr das Dorf zur Halloween-Zeit besucht, empfehle ich es für so kleine Kinder eher nicht, weil manche Kostüme wirklich gruselig sind und nicht jedes Kind damit gut zurechtkommt.
Esplora Science Centre: interaktives Museum für Kinder
Wenn ihr euch eine Pause von der Sonne gönnen wollt, ist das Wissenschaftszentrum Esplora für Kinder in Kalkara ein großartiger Ort für Kinder aller Altersgruppen. Es ist ein modernes interaktives Museum, in dem Kinder selbst Dutzende Exponate ausprobieren können – zu Physik, Biologie, Weltraum oder dem menschlichen Körper. Es gibt auch ein Planetarium. Kleine Entdecker können hier bauen, erforschen, experimentieren und spielen – und ich gebe zu: Auch mich als Erwachsene hat es wirklich begeistert.
Das Zentrum ist übersichtlich nach Altersgruppen in Bereiche gegliedert, einschließlich eines Bereichs für die Kleinsten mit Spielecke, sodass ihr nicht alles sehen müsst – folgt einfach dem, was eure Kinder gerade interessiert. Das Wissenschaftszentrum Esplora ist für Kinderwagen und Rollstühle geeignet, es gibt Aufzüge, sodass der Kinderwagen kein Hindernis ist. Im Laufe des Tages finden interaktive Animationsprogramme und gemeinsame wissenschaftliche Experimente statt. Die Innenräume sind klimatisiert und komfortabel, draußen gibt es einen Spielplatz mit schönem Blick auf den Hafen. Es gibt auch ein Café, in dem man zu Mittag essen kann, und Parken in der Umgebung ist meist kein Problem. Für mich ist es ein idealer Halbtagesstopp, der sich aber leicht zu einem ganzen Tag ausdehnen kann. Außerdem wechselt das Zentrum im Jahresverlauf thematisch Programm und Dekoration – wir waren zu Weihnachten dort und waren begeistert von der Weihnachtsatmosphäre und den weihnachtlichen Aktivitäten.
Malta National Aquarium: Aquarium für Kinder auf Malta
Das Nationalaquarium in Qawra ist ein toller Tipp für einen Vormittag oder Nachmittag, wenn ihr eure Kinder vor der starken Sonne schützen wollt. Das moderne Gebäude in Sternform beherbergt eine Reihe von Aquarien mit tropischen Fischen, Haien, Rochen und weiteren Meerestieren. Das größte Highlight ist der Spaziergang durch einen gläsernen Tunnel unter der Wasseroberfläche, wo die Fische buchstäblich über eurem Kopf schwimmen. Das Aquarium ist nicht besonders groß – der Besuch dauert ungefähr eine Stunde, was auch für kleinere Kinder eine ideale Länge ist, weil sie meist noch nicht so lange durchhalten. Direkt am Eingang gibt es einen kleineren Spielplatz und ein Café mit schönem Meerblick, wo ihr euch ausruhen könnt. Das Aquarium eignet sich auch gut als Plan B – zum Beispiel, wenn ihr im Urlaub einen Regentag erwischt oder umgekehrt an einem heißen Nachmittag in einen klimatisierten Raum flüchten wollt.
Splash & Fun Water Park: Wasserspaß für die ganze Familie
Wenn ihr Malta in den warmen Monaten besucht (ungefähr Juni bis September), plant einen Tag im Aquapark Splash & Fun ein. Dieser Wasserpark bietet Pools, Rutschen und einen Lazy River für alle Altersgruppen. Die kleinsten Besucher freuen sich über den eigenen Bereich „Children’s Splash Land“ – ein flaches Becken mit kleinen Rutschen und Wasserspielen, gedacht für Kinder bis etwa 6 Jahre. Während ältere Geschwister sich auf größeren Rutschen oder im Wellenbecken austoben, spielen Kleinkinder sicher im Kinderbecken unter Aufsicht der Eltern. Es gibt Umkleiden, Duschen und mehrere Snackstände (inklusive Optionen, die für Kinder passen). Ich empfehle nur, gleich morgens zur Öffnung zu kommen, wenn es noch nicht überfüllt ist und die Sonne noch nicht so stark brennt.
San-Anton-Gärten: eine ruhige Gartenanlage auf Malta – ideal für eine Familienpause
Nicht weit vom Ort Attard liegen die San-Anton-Gärten, die zu den schönsten historischen Parks auf Malta gehören. Diese (für Malta) weitläufigen Gärten umgeben den Präsidentenpalast und sind kostenlos öffentlich zugänglich. Für Familien mit kleinen Kindern sind sie ein idealer Stopp: schattige Wege, gepflegte Rasenflächen, Brunnen und Teiche mit Fischen schaffen eine ruhige Umgebung, in der Kinder frei herumlaufen können. In den Gärten leben Pfauen und andere Vögel, außerdem gibt es einen kleinen Kräuter- und Kaktusbereich. Die San-Anton-Gärten lassen sich gut mit einem Besuch in Mdina (nicht weit entfernt) kombinieren oder als Erholungspunkt auf einer Inselrunde nutzen.
Mdina: eine ruhige historische Stadt für einen Familienbummel mit Aussicht
Die historische Stadt Mdina in der Inselmitte ist ein überraschend ruhiger Rückzugsort – ideal auch für einen Spaziergang mit kleinen Kindern. Es ist ein uraltes, befestigtes Städtchen, in das Autos nicht einfahren dürfen, sodass ihr euch in den engen Gassen frei bewegen könnt, ohne euch vor Verkehr zu fürchten. Achtet nur auf die karozzini – traditionelle Pferdekutschen, die durch Mdina fahren und romantische Fahrten anbieten.
Ein Ausflug nach Mdina ist für Eltern die Chance, auf kleinem Raum ein Stück maltesische Geschichte zu genießen – das ganze Zentrum lauft ihr bequem in etwa einer Stunde ab. Einen Kinderwagen kann man über das Kopfsteinpflaster ganz gut schieben, solange er keine allzu kleinen Räder hat.
Vergesst nicht, in dem berühmten Café Fontanella auf den Stadtmauern für Kuchen und Eis anzuhalten. Die Aussicht von dort gehört zu den schönsten auf Malta – die Kinder freuen sich über eine süße Belohnung und ihr könnt kurz durchatmen.
Vor dem Eingang nach Mdina gibt es einen Spielplatz, und wenn ihr ein bisschen Ruhe wollt, könnt ihr auch hinunter in den Stadtgraben gehen, der als Park mit Rasenflächen und Bänken gestaltet ist.
Wenn ihr ältere Kinder habt und den Ausflug mit etwas mehr verbinden möchtet, empfehle ich die Katakomben in Rabat – von Mdina sind es nur drei Minuten zu Fuß. Oder ihr schließt euch der 2,5-stündigen Führung durch Mdina und die Katakomben mit Guide an, die beide Orte verbindet und interessante Geschichten sowie ein bisschen Mystik mitbringt.
Valletta: wie man die Hauptstadt Maltas auch mit kleinen Kindern gut meistert
Auch einen kurzen Besuch in Valletta, der maltesischen Hauptstadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, solltet ihr nicht auslassen. Obwohl die lebhaften Straßen und die heiße Sonne in den engen Gassen für Kinder anstrengend sein können, könnt ihr auch hier mit guter Planung einen Familienausflug machen. Nach Valletta kommt man bequem mit Kinderwagen – zum Beispiel mit der Fähre von Sliema (eine kurze, spaßige Bootsfahrt, die Kinder meist lieben). In der Stadt bleibt am besten auf den Hauptstraßen, die relativ eben sind; Seitengassen sind oft steiler und voller Treppen. Geht unbedingt in die Upper Barrakka Gardens – dort gibt es etwas Schatten, und von der Aussichtsterrasse wird jeden Tag mittags eine feierliche Kanonensalve abgefeuert – für Kinder oft ein großes Erlebnis (Achtung, es ist laut!). Danach könnt ihr kurz die Stadtmauern entlanglaufen.
Wenn ihr ältere Kinder habt (ungefähr ab 11 Jahren), die interaktive Erlebnisse mögen, probiert die Malta 5D Show in Valletta – ein kurzer Film über die Geschichte der Insel, gezeigt in einem 5D-Kino mit Bewegungseffekten. Für Kinder ist das eine unterhaltsame Art, die Geschichte Maltas kennenzulernen. Für kleinere Kinder kann der Film wegen der lauten Effekte jedoch zu intensiv sein.
Wenn ihr Schulkinder habt, die sich für Geschichte oder Technik interessieren, versucht unbedingt die Lascaris War Rooms – einen unterirdischen Bunker, von dem aus im Zweiten Weltkrieg die Verteidigung Maltas gesteuert wurde. Kinder können alte Karten, Telefone und den Befehlsraum sehen, der wie aus einem historischen Film wirkt. Der Rundgang dauert etwa eine Stunde und wird oft durch Projektionen ergänzt, sodass auch jüngere Schulkinder gut dabeibleiben.
Valletta ist wunderschön, aber mit kleinen Kindern muss man die Stadt nicht an einem Tag kreuz und quer durchlaufen. Es reicht, die Atmosphäre aufzusaugen und die wichtigsten Highlights in einem Tempo mitzunehmen, das zu den Kindern passt.
Ein Ausflug auf die Insel Gozo mit kleinen Kindern
Wenn ihr mehrere Tage Zeit habt, überlegt auch einen Ausflug auf die kleinere Nachbarinsel Gozo. Sie ist grüner und ruhiger als die Hauptinsel Malta und bietet einige Highlights für Familien. Die Fährfahrt von Ċirkewwa nach Gozo dauert etwa 25 Minuten – für Kinder kann das schon ein Abenteuer an sich sein (die Fähren haben klimatisierte Innenbereiche und Außendecks, von denen aus man das Meer beobachten kann). Auf Gozo könnt ihr dann die Hauptstadt Victoria (Rabat) mit der imposanten Zitadelle besuchen. Ein weiteres Highlight ist der Strand Ramla Bay mit seinem ungewöhnlich rötlichen Sand – allerdings ist der Meeresboden kieselig und es geht schnell in die Tiefe. Rechnet damit, dass ein Tagesausflug nach Gozo einen ganzen Tag in Anspruch nimmt und mehrere Wege beinhaltet (Fahrt zur Fähre, Überfahrt und dann Transfers auf Gozo).
Naturausflüge auf Malta mit Kindern (ab ca. 6 Jahren)

Wenn ihr Naturausflüge auf Malta mit älteren Kindern abseits der Strände sucht, machen sie am meisten Sinn von Herbst bis Frühling, ungefähr von Oktober bis April. Nach Regen ist die Insel grüner, frischer, und das Gehen im offenen Gelände ist deutlich angenehmer als im Sommer. Ab Mai brennt die Sonne oft so stark, dass längere Spaziergänge ohne Schatten körperlich anstrengend sein können – im Sommer ist die Landschaft häufig ausgedörrt, staubig und verliert das „romantische“ Gesicht, das sie in den Wintermonaten hat.
Es ist auch gut zu wissen, dass Naturausflüge auf Malta meistens aus Wanderwegen, Steinen und unebenem Gelände bestehen. Es sind keine entspannten breiten Promenaden – ein Kinderwagen passt hier meist nicht, und auf Küstenrouten geht man oft über Abschnitte, in denen Klippen steil direkt ins Meer abfallen. Eine Trage oder ein Tuch kann man in den kühleren Monaten nutzen, im Sommer ist die Hitze aber unangenehm – sowohl für die Eltern als auch für das Kind.
Wenn ihr ältere Kinder habt (ungefähr ab 6 Jahren), die schon längere Strecken und Bewegung in der Natur schaffen, kann die maltesische Landschaft eine spannende Abwechslung zu Stränden und Städten sein. Viel hängt vom Charakter der Kinder und eurer Wandererfahrung ab – manche schaffen mehr, manche weniger. Seht es eher als zwei bis drei Stunden lange Spaziergänge durch die Landschaft, nicht als große Bergtour.
Wenn ihr außerhalb der Haupt-Badesaison nach Malta kommt, sind diese kurzen Spaziergänge eine der besten Möglichkeiten, die Insel anders zu erleben: bei angenehmeren Temperaturen, ohne drückende Sonne und oft in einer Landschaft, die nach Regen grüner ist. Gleichzeitig ist es ein guter Programmtipp für Tage, an denen ihr nicht den ganzen Tag in der Stadt oder drinnen sein wollt – und euch trotzdem etwas draußen gönnen möchtet.
Zu den Orten, die ich empfehlen würde, gehören zum Beispiel Chadwick Lakes, Buskett, Xemxija Heritage Trail, Majjistral Nature & History Park, die Küste rund um Għal Lapsi, die Gegend um Golden Bay und Għajn Tuffieħa oder Abschnitte der historischen Befestigungslinie Victoria Lines. Das sind keine Attraktionen im klassischen Sinne, sondern Orte, an denen Kinder und Erwachsene offene Landschaft, Ausblicke und ein Gefühl von Weite abseits der Städte genießen können.
Die besten Spielplätze auf Malta für Kinder
BOV Adventure Park: der größte Spielplatz auf Malta
Wenn Sie einen Ort suchen, an dem sich Kinder richtig austoben können, ist der BOV Adventure Park in Ta’ Qali eine sehr gute Wahl. Er zählt zu den größten Kinderspielplätzen Maltas, ist nach Altersgruppen gegliedert und mit einer Vielzahl an Spielgeräten ausgestattet. Dazu gehören moderne Kletterelemente, Schaukeln, Rutschen, Seilkonstruktionen sowie ruhigere Bereiche zum Ausruhen. Der Park ist großzügig angelegt, gut gepflegt und Teil eines weitläufigen grünen Erholungsgebiets, was ihn zu einem geeigneten Ort für aktives Spielen ebenso wie für entspannte Familienzeit macht.
Im Jahr 2025 wurden Teile der Picknickflächen in Ta’ Qali umgestaltet. Grasflächen, die zuvor häufig für Picknicks genutzt wurden, wurden durch befestigte Oberflächen ersetzt, und natürliches Gras hat sich dort nicht erneut gebildet. Die Bäume und schattigen Bereiche im Park sind erhalten geblieben; verändert hat sich jedoch die Möglichkeit, den Raum unter ihnen für Picknicks auf einer Decke zu nutzen. In den Sommermonaten trocknet Gras auf Malta generell auf natürliche Weise aus, sodass die meisten Parks entweder trockenen Boden, Kunstrasen oder weiche Bodenbeläge bieten. Wenn Sie ein Picknick mit Decke planen, empfiehlt es sich, dies zu berücksichtigen und den Ort je nach Tageszeit und Verfügbarkeit von Schatten auszuwählen.
Neben klassischen Spielelementen für kleinere Kinder gibt es auch einfachere Seilparcours und niedrige „Adrenalin“-Elemente, die auch größere Geschwister spannend finden. Der ganze Park liegt in einer großen Freizeit- und Erholungszone mit Fußwegen, Rasenflächen, Toiletten und Verpflegung. In der Nähe liegen außerdem das Ta’ Qali Crafts Village und das Malta Aviation Museum, sodass ihr hier einen längeren Stopp oder einen ganzen Tagesausflug planen könnt.
In den Sommermonaten (ca. Juni bis Mitte September) empfehle ich, erst nach 17 Uhr zu kommen, wenn die meisten Spielgeräte nicht mehr so stark von der Sonne aufgeheizt sind. Tagsüber sind Rutschen- und Kletterflächen wirklich sehr heiß, und Kinder könnten sich unangenehm die Haut verbrennen.
St. Anne Park, Marsaskala
Einen der größten und am besten ausgestatteten städtischen Spielplätze im Süden Maltas findet ihr in Marsaskala – im St. Anne Park. Dieser grüne Park ist sicher vom Straßenverkehr getrennt und nach Altersgruppen unterteilt, sodass sowohl Kleinkinder als auch Schulkinder auf ihre Kosten kommen. Es gibt moderne Klettergerüste, Schaukeln, Rutschen, Seil- und Balancierhindernisse, kleine Sportzonen und Plätze zum Ausruhen. Außerdem gibt es eine kleine „Zoo“-Ecke, in der Kinder Haustiere beobachten können, sowie einen Outdoor-Fitnessbereich für Erwachsene.
Im Sommer empfehle ich, nach 17 Uhr zu kommen, wenn die Spielgeräte nicht mehr so stark von der Sonne aufgeheizt sind. Dank der öffentlichen Beleuchtung kann man hier auch später am Abend noch Zeit verbringen. Der Park ist ein ideales Ziel, wenn ihr im Süden der Insel wohnt oder einen Ausflug nach Marsaskala plant.
Dieser Artikel hat eine lockere Fortsetzung, in der ich mich detailliert den praktischen Fragen widme, die jeder Elternteil beim Reisen mit Kindern lösen muss – wie man sich auf Malta am besten bewegt, wo man am besten übernachtet, was und wo man essen kann und welches Wetter man in den verschiedenen Jahreszeiten erwarten sollte.
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FAQ: Malta mit Kindern
Ist Malta auch für einen Urlaub mit einem Baby geeignet?
Ja, aber rechnet damit, dass die Infrastruktur nicht barrierefrei ist. Mit einem leichten Kinderwagen mit größeren Rädern oder einer Trage kommt ihr gut zurecht – bei großer Hitze ist „Baby Körper an Körper“ allerdings nicht ideal. Strände mit dem besten Zugang und Schatten sind Mellieħa Bay und Pretty Bay. In Hotels bekommt man in der Regel Babybetten, aber fragt sie bei der Buchung vorher an.
Ist das Baden auf Malta für kleine Kinder sicher?
Ja, das Meer ist die meiste Zeit des Jahres ruhig und ohne Wellen – vor allem in Buchten wie Mellieħa Bay oder Pretty Bay, wo das Wasser flach und warm ist. Stärkere Wellen gibt es nur selten bei Nordwestwind an offeneren Stränden, zum Beispiel Għajn Tuffieħa oder Golden Bay.
Was sollten Eltern unbedingt einpacken – woran wird oft nicht gedacht?
UV-Schutzkleidung, weil die Sonne auf Malta wirklich stark ist, ein schnell trocknendes Handtuch und die liebsten Kinder-Medikamente von zu Hause – auch wenn ihr hier Panadol oder Nurofen kaufen könnt, können Apotheker bei sehr kleinen Kindern die Abgabe ohne ärztliche Empfehlung verweigern.
